Abwechslungsreiche Exkursion

Trigema

Äußerst abwechslungsreiche Exkursionstage erlebten die angehenden Textilbetriebswirte vom 01. bis zum 03.Juni mit der betreuenden Lehrkraft Florian Wiedemann.
Zusammen mit den angehenden Bekleidungstechnischen Assistenten und den angehenden Bekleidungstechnikern, die in Naila unterrichtet werden, wurde am Mittwoch die Firma Trigema in Burladingen besucht. Seit 1919 produziert Trigema ausschließlich in Deutschland mit aktuell 1200 Mitarbeitern. Das Außergewöhnliche dabei ist, dass von der Stoffherstellung über die Ausrüstung bis zur Konfektion und zur Veredlung alles in Burladingen zu sehen ist. Die Führung startete in der Strickerei und endete im Großraumbüro, in dem Inhaber Wolfgang Grupp persönlich einige Worte an den Textilnachwuchs richtete. Er machte in seinem Statement deutlich, dass er nichts von kurzfristiger Umsatzmaximierung hält. Stattdessen setzt er auf innovative und individuelle Produkte, die so in Fernost nicht zu erstellen sind. Erhältlich sind die Produkte unter anderem in den Trigema-Testgeschäften und im eigenen Onlineshop www.trigema.de.

Riedl

Nach Bayreuth zur Firma Adolf Riedl GmbH & Co. KG ging es am Donnerstag. Beeindruckend wurde dort aufgezeigt, wie viele Schritte bis zur Erstellung eines Bikinis bzw. eines Badeanzuges notwendig sind. In Bayreuth befindet sich nicht nur die Verwaltung, es werden auch noch Muster und Kleinserien genäht. So konnten die Schüler sehen, wie anders diese Art der Produktion im Vergleich zur T-Shirt-Herstellung bei Trigema ist. Geschäftsführer Jens Erhardt, der die Textilfachschule Münchberg bereits mehrfach bei der Vergabe von Praktika oder bei der Schülerfirma Reconstruction Crew unterstützt hat, ließ es sich nicht nehmen, die angehenden Textilbetriebswirte persönlich zu begrüßen.

NKD

Eine völlig andere Denkweise konnte am Freitag mit dem Besuch des Textil-Discounters NKD in Bindlach beleuchtet werden. Bei NKD geht es darum, den Spagat zwischen unglaublich günstigen Preisen und qualitativ hervorragenden Produkten zu schaffen. Überraschend war bei der Exkursion, welch riesigen Stellenwert die Qualitätssicherung bei NKD einnimmt. Die Schüler sahen nicht nur das nagelneue Logistikzentrum, es wurde vielmehr in erfrischender Offenheit der Prozess vom Design des Produkts über den Einkauf bis hin zum Wareneingang und abschließenden Versand an die Filialen aufgezeigt. Nach dem Mittagessen in der hauseigenen Kantine bearbeiteten die Münchberger eine Fallstudie zu Alternativen zur Plastiktüte. Ein herzliches Dankeschön geht an Corinna Hacker und Brigitte Haker von der NKD-Personalentwicklung für die tollen Eindrücke.

Florian Wiedemann

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