Design-Tipps zum Nachmachen

Quelle: Helmut Engel, FP 19.07.2016

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Mit einem sehr guten Gewinn hat die Schülerfirma "Drei plus Zwei" der Textilbetriebswirte an der Textilfachschule Münchberg abgeschlossen. Bei der zweiten Hauptversammlung hat sich das Unternehmen mit Vorstandsvorsitzendem Magnus Suttner (vorne) vom Markt verabschiedet. Foto: Helmut Engel

Münchberg - Als einzige Fachakademie unter den 50 ausgewählten Schulen in Bayern für das Projekt "Junior-Expert - Schüler erleben Wirtschaft" der Deutschen Wirtschaft Köln Junior GmbH, hat die Klasse der Textilbetriebswirte an der Textilfachschule Münchberg teilgenommen. Da jetzt das Schuljahr zu Ende geht, war es notwendig, mit der zweiten "Aktionärsversammlung" das Projekt zu beenden, das auch durch das Bildungswerk Schule-Wirtschaft-Bayern unterstützt wurde. So galt es, die Firma aufzulösen, so erfolgreich sie auch gewirtschaftet hat.

Die Geschäftsidee: Unter dem Titel "Drei plus Zwei" gaben die Schüler eine etwa 80-seitige "Do-it-yourself-Zeitschrift" heraus. Der Titel der Zeitschrift bedeutet zweierlei: Zum einen die drei Fächer Bekleidung, Textil und Design an den Standorten Münchberg und Naila, sowie Soziales und Ernährung der Fachakademie Ahornberg. "Es soll aber auch die Standorte der Schulen unter einer Leitung dokumentieren, die beiden Textilschulen in Münchberg, die in Naila, und außerdem die Berufsfachschule in Ahornberg mit der Außenstelle in Naila", sagte Vorsitzender Magnus Suttner. Damit wollen sich die Schulen als Einheit präsentieren und ihren Bekanntheitsgrad stärken.

Am Ende seiner Amtszeit bilanzierte Suttner, dass sich die Herausgabe der Zeitschrift nicht nur als Werbeobjekt für die Schulen und Ausbildungszweige, sondern auch finanziell gelohnt habe. Suttner trug die Aktivitäten der Firma nochmals den Mitglieder der Aktionärsversammlung vor: So nahmen die Mitglieder der Geschäftsführung zunächst an verschiedenen Workshops, entsprechend ihren Aufgaben, teil. Um das vorgegebene Startkapital zusammenzubekommen, wurden 90 Aktien zu je zehn Euro aufgelegt und verkauft. "Außerdem suchten wir nach Werbepartnern und hatten damit großen Erfolg", erklärte Suttner den Aktionären. Weiter sei ein Marketingauftritt im Internet eingerichtet worden. "Die Zeitschrift der Schülerfirma stellte alle Bereiche der Schulen praxisnah durch Produkte vor, die die Leser selbst nachfertigen, nachkochen oder nachweben können", betonte Suttner und fügte hinzu: "Uns ist es gelungen, eine lebendige Zeitschrift mit vielen Mode-, Dekorations-, Spiele-, Ernährungs- und Basteltipps herauszugeben." Damit sei das Vorhaben, Geschichten zu bauen, die mit den Schulen verbunden sind, gelungen. Mit Florian Schramm habe man einen hervorragenden Wirtschaftspaten gefunden. Der Design-Profi, der an der Hochschule im gleichen Haus Mediendesign studiert, unterstützte das Team beim Layout der Zeitschrift. Suttner sprach ihm genauso den Dank der Geschäftsführung aus, wie allen Lehrern, die die Studierenden unterstützt haben.

Finanzchefin Katharina Steinkamp berichtete, dass das Grundkapital 900 Euro betrug , das sind die 90 Anteile zu je zehn Euro. Den Umsatz bezifferte sie auf 3423,19 Euro. Davon mussten 182,70 Euro an Löhnen ausbezahlt werden. Weiter wurden 104,40 Euro für Lohnsteuer und Sozialabgaben fällig. Für Materialaufwand, Druckkosten und sonstige Aufwendungen fielen 2656,43 Euro an. Daraus ergibt sich ein Gewinn von 479,66 Euro. Von diesem Betrag gehen 71,95 Euro für die 15-prozentige Körperschaftsteuer ab. Somit bleibt ein Überschuss von 407,71 Euro.

Zwei Drittel des Gewinns gehen an den Förderverein der Schule, der auch eine Anschubfinanzierung geleistet hatte. Das restliche Drittel soll laut Steinkamp für die Abschlussfeier genutzt werden. Klassenlehrer Florian Wiedemann hatte nur Lob für seine Schüler übrig: "Ihr habt euch mit der Firma so richtig identifiziert." Besonders gefällt Wiedemann das Design der Zeitschrift. Lob gab es auch von Schulleiterin Monika Nestvogel: "Ihr habt ein richtig professionelles Magazin geschaffen."

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