Die Zukunft der Mode mitgestalten
von W. Grossmann
Unser Bild zeigt die Absolventen mit (links) stellvertretenden Landrat Frank Stumpf und (von rechts) dritten Bürgermeister Christian Möckel und Schulleiterin Monika Nestvogel. (Foto: S. Hüttner)
Sechs Bekleidungstechnikerinnen und -techniker sowie vier bekleidungstechnische Assistentinnen haben an der Fach- und Berufsfachschule für Bekleidung in Naila ihren Abschluss gefeiert. Bei der Zeugnisübergabe stellte Monika Nestvogel, Leiterin des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Münchberg-Ahornberg, die Bedeutung von Kreativität, Mut und Verantwortung in den Mittelpunkt. „Heute feiern wir nicht nur ihre Abschlüsse, sondern auch den Beginn eines neuen Kapitels – eines Kapitels voller Kreativität, Mut und Verantwortung“, so Nestvogel. Mode sei mehr als Stoff, Nadel und Faden: Sie erzähle Geschichten, zeigt wer wir sind, wofür wir stehen und die Welt sehen. Zugleich verwies Nestvogel auf die Herausforderungen der Branche. Die zentrale Frage laute, wie Mode entstehen könne, die nicht nur gut aussehe, sondern auch Zukunft habe. In der EU würden pro Person jährlich elf Kilogramm Bekleidung entsorgt; ein Teil davon sei nie oder nur selten getragen worden. „Das schade der Umwelt und koste Unternehmen viel Geld.“ Umso mehr freue sie sich, dass im vergangenen Schuljahr eine Tausch- und Zu-verschenken-Ecke eingerichtet und im Rahmen eines Upcycling-Projekts Neues geschaffen worden sei. „Upcycling bedeute, Potenzial dort zu entdecken, wo andere nur Abfall sähen: Aus einem ausrangierten Hemd könne eine moderne Jacke werden, aus einer alten Jeans ein Designobjekt.“ Nestvogel ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, anders zu denken und nicht nur auf das Material zu schauen, sondern auch auf dessen Herkunft und darauf, was am Ende der textilen Kette damit geschehe. Jedes Kleidungsstück könne eine Geschichte erzählen. „Ich wünsche ihnen Erfolg, Inspiration und den Mut, die Zukunft der Modeindustrie mitzugestalten“, sagte sie. Gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen Petra Baron-Kammerer und Christa Schmiedel überreichte Nestvogel die Zeugnisse. Als Vertreter des Verbandes der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie zeichnete Xaver Aschenbrenner die drei Besten aus: Alina Maria Schrenker (1,31), Vanessa Eichelberger (1,46), beide Bekleidungstechnikerinnen, sowie Sara Thoma (bekleidungstechnische Assistentin). Sie erhielten den mit jeweils 300 Euro dotierten Absolventenpreis des Verbandes für hervorragende Leistungen. Stellvertretender Landrat Frank Stumpf überreichte der Jahrgangsbesten Alina Maria Schrenker im Namen des Landkreises das Buch „Landkreis Hof“. Er stellte erfreut fest, dass es ein qualitativ hochwertiges Potenzial junger Menschen gebe. „Nehmen sie ihr Zeugnis mit Stolz nach Hause, denn es ist nicht nur ein Stück Papier, sondern eine Fahrkarte für ihre Reise in die Berufswelt, ins weitere Leben
“, sagte Stumpf. Die Absolventinnen und Absolventen dürften gerne in die Welt hinausgehen, sollten aber auch wieder zurückkommen. Auch Dritter Bürgermeister Christian Möckel gratulierte zum erfolgreichen Abschluss und gab den jungen Menschen mit auf den Weg: „Lerne, was zu lernen ist, und gehe deinen Weg.“
Sandra Hüttner
Für die vier Absolventinnen, die in Naila leben, gab es zusätzlich eine besondere Anerkennung: Dritter Bürgermeister Christian Möckel überreichte ihnen ein Präsent.
Auf dem Bild von links Olha Zhukova, Alina Maria Schrenker, Luisa Böhm und Siphosethu Mahlasela gemeinsam mit dem dritten Bürgermeister Christian Möckel.
Sandra Hüttner
Stellvertretender Landrat Frank Stumpf überreichte Alina Maria Schrenker zudem als Anerkennung ein Buch „Landkreis Hof“.
Im Bild (von links) stellvertretender Landrat Frank Stumpf, die Leiterin des Beruflichen Schulzentrums Münchberg-Ahornberg, Monika Nestvogel und Alina Maria Schrenker, die ihr Ausbildung zur staatlich geprüften Bekleidungstechnikerin mit 1,31 abschloss.
Sandra Hüttner
In den Ruhestand verabschiedete sich der Vertreter des Verbandes der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie Xaver Aschenbrenner, als dessen Nachfolgerin sich Jana Knörnschild vorstellte. Auch die Leiterin des Beruflichen Schulzentrums Münchberg-Ahornberg, Monika Nestvogel verabschiedete sich nach 21 Jahren in der Schulleitung in den Ruhestand. In ihre Fußstapfen tritt Studiendirektor Klaus Schröppel.
Im Bild (von links) stellvertretender Landrat Frank Stumpf, vom Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie Jana Knörnschild und Xaver Aschenbrenner, Schulleiterin Monika Nestvogel und Nachfolger Klaus Schröppel sowie dritter Bürgermeister Christian Möckel.
Sandra Hüttner
